Franz ging die Geschichte mit Josies Schuh nicht aus dem Sinn. „Irgendwie muss er doch zu finden sein.“ überlegte er. „Vielleicht sollte ich den Bach entlang gehen. Der Bach mündet doch in den Teich. Vielleicht ist er da irgendwo hängen geblieben.“

Wenige Zeit später, die Kinder waren wieder auf dem Heimweg. „Josie, geh Du schon mal vor. Ich muss noch was erledigen.“ Josie sah ihn verdutzt an: „Was denn? Lass mich mit gehen?“ „Nein das ist viel zu gefährlich.“

Also ging Josie nach Hause. Franz schlenderte am Bach entlang, bis er am Teich war. Er betrachtet die Teichrosen und sah den Goldfischen beim schwimmen zu, die sich durch die Stiele der Teichrosen schlängelten.

Wenn Der Schuh auf dem Grund ist, werde ich ihn wohl nicht wieder finden.“ dachte er. Doch dann hatte er eine Idee.
Da wo der Bach in den Teich mündet war ein Gitter angebracht, was den Schmutz, den der Bach mit sich trägt abfangen sollte. Damit die Fische genügend Luft zum atmen haben und der Teich nicht verschmutzt wird. Franz lief so schnell er konnte an diese Stelle. Doch da war nichts. Außer Blätter, kleine Äste und anderer Unrat, den der Bach mit sich führte. Das Gitter war auch lange nicht gereinigt worden. „Wenn ich mir jetzt einen Stock suche? Und das Ganze ein wenig auflockere?“ dachte er und lief auch schon los.

Als er einen Stock gefunden hatte, kletterte er auf die kleine Mauer die seitlich des Gitters angebracht war und fing an die ersten Blätter und Äste von oben herab zu lösen. Immer wieder löste er die Blätter, als er auf etwas härteres stieß. Langsam beseitigte er den Unrat drum herum. Es war Josies Schuh, der dort hing. Franz stach mit dem Stock so in den Schuh, das er ihn heraus ziehen konnte. „Da bist Du ja.“ sprach er den Schuh an, der ihn natürlich nicht verstehen konnte.

Franz warf den Stock weg und machte sich sofort auf den Weg zu Josie. Überall hinterließ der Schuh seine nasse Spur, weil das Wasser aus ihm heraus tropfte.

Bei Josie zu Hause angekommen klingelte er an der Tür. Den Schuh hielt er hinten im Rücken. Ihre Mama öffnete: „Ach Franz, komm doch herein.“ Das geht leider nicht. Kann Josie kurz heraus kommen?“

„Josie, kommst Du bitte? Franz ist hier“. Das Mädchen eilte zur Tür. „Hey , dass ist aber schön das du da bist.“ Franz grinste Josie an. „Ich habe eine Überraschung für dich.“ und hielt ihr den tropfenden Schuh vor die Nase. Josie sah ihn mit großen Augen an. „Wo hast du den denn her?”

Weißt du wo ich den gefunden habe? Im Teich, an dem großen Gitter.“ Das Mädchen nahm den Schuh. „Oh je sieh nur. Der ist total voll Schlamm und Algen.“ Franz versuchte den Schlamm aus dem Schuh zu holen. Was ihm auch gelang. Plötzlich hielt er einen kleinen Krebs in der Hand. „Schau nur, was ich hier hab. Ein Krebs. Wollen wir den zurück in den Teich bringen? Er stirbt hier ja nur.

„Mama? rief Josie. Sieh nur Franz hat meinen Schuh wieder gefunden. In dem war ein kleiner Krebs versteckt. Wir bringen den schnell zurück in den Teich.“ Josie’s Mama willigte ein.

Am Teich angekommen setzen die beiden den Krebs wieder im Wasser ab und schauten ihm nach, wie er wieder verschwand.

Auch in Zukunft gingen die beiden immer wieder am Bach spielen, bauten Dämme, fütterten die Enten, gingen am Teich entlang. Nur eins hatte Josie gelernt. Das man nur mit Gummistiefeln ins Wasser geht.

Von GPoe

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