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Der Clown

Vorm Spiegel sitzt er ganz allein.
Er denkt sich noch, dass muss so sein.
Die Farbe schmiert er ins Gesicht.
Weil lustig aussehen wichtig ist.

Er übt das Lachen vor dem Spiegel,
Sein Innenleben, wie ein Siegel.
Das versteckt er ganz bewusst.
Weil er jetzt Freude spenden muss.

Das Publikum freut sich bereits.
Der Clown hat noch ein wenig Zeit.
Er steht am Vorhang sieht sich um,
ein mal nur die Runde rum.

Dann geht er auf, und es wird Licht.
Dies blendet ihn so ins Gesicht.
Das er herein nur stolpern kann.
Alles fängt zu lachen an.

Dieser eine Augenblick.
Bringt dem Clown ein wenig Glück.
Er lacht, macht Spaß mit jedermann.
Und man sieht’s dem Clown nicht an.

Die Show vorbei, er hört Applaus.
Aus der Manege ist er raus.
Sitzt wieder vor dem Spiegel nun.
Hätte Zeit sich aus zu ruhen.

Ganz langsam nur, man sieht es nicht.
Wäscht er die Schminke vom Gesicht.
Einsam sitzt er, ganz allein.
Und fragt sich nur, muss das so sein?

Täglich mach ich hier den Clown,
bespaße Kinder und auch Frauen.
Doch mich selber sieht man nicht.
Hab ich ja nur ein Clownsgesicht.

Traurig sieht er sein Gesicht,
es kommt ein Kind, er merkt es nicht.
Es geht zu ihm, nimmt ihn in Arm.
Und plötzlich wird dem Clown recht warm

Lieber Clown du bist so schön.
Kann dich ohne Schminke seh’n.

Für Traurigkeit gibt’s keinen Grund.
Denn lachen das ist so gesund.

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