Aktuell

Addi und der Feuerwehrmann

Während er mit den anderen Kinder spielten, fiel ihm gar nicht auf, dass ein Mann auf ihn zu kam, der ihn an sprach. Es war der Feuerwehrmann, der Addi bei dem Brand der Scheune schon angesprochen hatte. „Na kleiner Mann, hast du es schon bemerkt? Das wir von der Feuerwehr einen Tag der offenen Tür veranstalten?“ Addi sah den Feuerwehrmann mit großen Augen an. „Ja das hab ich gelesen. Direkt bei der Dorf-Feuerwehr im Schaukasten.“ reagierte Addi sofort.
In der darauf folgenden Woche, war es endlich so weit. Die Dorf-Feuerwehr öffnete ihre Tore. Addi war schon sehr früh auf den Beinen und begann seine Eltern zu drängeln. Als es endlich los ging, lief Addi immer einige Meter vor seinen Eltern. Er hatte es verdammt eilig. Addi strahlte, als er auf dem Gelände der Dorf-Feuerwehr stand.

Er drehte seinen Kopf nach links und rechts. „Suchst Du etwas?“ wollte der Vater wissen. „Ja den Feuerwehrmann, mit dem ich bei dem Brand gesprochen habe. Er hatte mir versprochen alles zu zeigen.“

Lass uns erst einmal nur so schauen, Addi“ erwiderte der Vater. Also liefen sie los. Vorbei an den Feuerwehrautos, die im Hof standen. Addi war gerade dabei eines der Autos genauer zu betrachten, als ihn jemand auf die Schulter stupste. „Na kleiner Mann. Da bist Du ja.“ Addi drehte sich um und sah den Feuerwehrmann mit großen Augen an. Seine Eltern schmunzelten. „Nun, willst du immer noch Feuerwehrmann werden? Oder hast Du es dir schon anders überlegt?“ „Oh ja das will ich. Feuerwehrmann werden und anderen Menschen helfen, wenn diese in Not sind.“

Der Feuermann unterhielt sich kurz mit Addi’s Eltern. „Darf ich den kleinen Mann kurz entführen und ihm alles zeigen?“ „Aua ja bitte“ flehte Addi seine Eltern an. „Ihr könnt ja derweil einen Kaffee trinken gehen.“ Die Eltern willigten ein. „Mache aber bitte keinen Unsinn.“ sprachen sie. „Nein, nein.“ Damit nahm Addi die Hand des Feuerwehrmannes und die beiden gingen los.

„Sag mal kleiner Mann, wie heißt Du eigentlich?“ „Addi, und ich bin jetzt schon 7 Jahre alt und lesen und schreiben kann ich auch schon.“ sprudelte es aus Addi heraus. „Und was meinst du denn was ein Feuerwehrmann alles zu tun hat?“
Addi war immer noch total aufgeregt und überlegte kurz. „Feuer löschen. So wie die Scheune neulich. Und wenn ein Haus brennt wo Menschen darin wohnen, dann rettet ihr auch diese Menschen. Und ihr müsst immer ganz schnell sein, damit keiner zu Schaden kommt und sich ein Brand nicht so sehr aus breitet.“

„Na du weißt ja schon eine ganze Menge. Aber ich will es dir genauer erklären. Wir von der Feuerwehr retten Menschen, schützen sie, bergen sie auch und wir löschen Brände. Wir nennen das bei der Feuerwehr, die vier Stützpfeiler. Menschen werden, wie du das schon richtig erkannt hast, aus einem brennenden Haus gerettet. Da wir bei so einem Einsatz immer mehrere Feuerwehrmänner sind, teilen wir uns auf. Die einen gehen in das Haus und retten die Menschen, während die anderen bereits damit beginnen, den Brand zu löschen. Dabei müssen wir manchmal auch darauf achten, das andere Menschen, die durch den Brand nicht gefährdet sind, nicht zu schaden kommen. Also ergreifen wir alle Maßnahmen, dass diese Menschen geschützt sind. Wir bringen sie also in Sicherheit und gehen sehr vorsichtig vor.“

Addi, der dem Feuerwehrmann interessiert zu hörte, fragte nach: „Und wenn ihr bergen müsst? Was macht ihr dann?“ Der Feuerwehrmann erklärte weiter. „Manchmal sind Menschen so in Not, dass sie sich nicht selbst befreien können. Oft wird dann die Feuerwehr gerufen. Weil wir die nötigen Geräte haben , um diese Menschen zu bergen. Es gibt aber auch lustige Dinge, um die sich eine Feuerwehr kümmert.“ „Lustige?“ Addi sah den Feuerwehrmann erstaunt an.

„Ja, manchmal haben wir auch seltsame Einsätze. Es kann schon mal passieren, dass sich zum Beispiel eine Katze auf einem Baum verirrt. Und von selbst nicht wieder herunter kommt. Wir werden gerufen und holen das Tier vom Baum.“

Addi konnte sich ein lachen nicht verkneifen. Während er durch die ganze Wache geführt wurde, löcherte er den Feuerwehrmann immer wieder mit Fragen. Dieser antwortete geduldig.

Mit einem Mal standen sie vor einem Feuerwehrauto. „Darf ich… „ fragte Addi zaghaft. „Mal einsteigen?“ hakte der Feuerwehrmann nach. „Klar darfst du. Aber bitte nichts anfassen. Nicht das du hier vom Hof fährst.“

Darüber mussten beide lachen. Der Feuerwehrmann öffnete die Tür und half Addi beim einsteigen. „Und wie fühlt sich das an?“ Mit geschwollener Brust saß Addi hinter dem Lenkrad und hatte die Frage nicht einmal gehört. „So fühlt sich das also an, in einem Feuerwehrauto.“ dachte er.

Nach einer Weile kam Addi wieder heraus. „Kannst du mir das Feuerwehrauto auch noch erklären?“
„Ja sicher. In so einer Feuerwehr sind ganz viele Geräte. Die wir alle benötigen. Schau hier. Die Pumpe. Diese verwenden wir, um das Wasser, zum Beispiel aus einem Teich zu holen. Manchmal ist für die Feuerwehr kein Wasseranschluss in der Nähe. Also nutzen wir die Pumpe und nehmen das Wasser aus dem Teich. Die Pumpe pumpt das Wasser durch die Schläuche. Damit können wir größere Strecken zum Einsatzort überwinden. Eine Feuerwehr hat auch sehr viele und lange Schläuche, die wir miteinander verbinden können.“

Addi entdeckte Rohre. „Und wofür sind die da?“ „Die Stahlrohre sind eine Art Schutz. Jeder Feuerwehrmann muss auch einen gewissen Abstand zum Feuer einhalten, bevor er mit dem Löschen beginnt. Deswegen werden die Stahlrohre ausgelegt, die den Sicherheitsabstand anzeigen. Komm lass uns einmal die Leiter betrachten“ forderte der Feuerwehrmann Addi auf.
„Wofür die Leiter ist weiß ich. Damit könnt ihr Menschen aus Wohnungen retten, wenn sie in Not geraten sind.“ sprach Addi, stolz das er dies schon kannte.