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Der kleine Tim und die Mäusebande

Am Rande einer großen Stadt, in der es sehr laut ist und jede Menge los ist wohnt Tim. Jeden Morgen fährt er mit dem Schulbus in die Stadt zur Schule und nachmittags wieder zurück.

Seine Eltern haben, fernab dieser Stadt einen kleinen Bauernhof, der von vielen Feldern und einer großen Wiese umgeben ist. Den ganzen Sommer über bauen die Bauern Getreide auf den Feldern an. Auf den Wiesen wächst hohes Gras, was Tims Vater mäht. Damit die Hasen, die sie auf dem Bauernhof haben, immer frisches Heu zur Verfügung haben. Das Heu für die anderen Tiere lagern sie in einer Scheune, welche direkt an das Bauernhaus an grenzt.

Auf dem Bauernhof selbst gibt es aber noch andere Tiere. Tim selbst hat ein Pferd, mit dem er gern übers Land reitet. Er genießt oft das schöne Wetter, die Sonnenstrahlen und die Ruhe die er hat. Aber auch die wenigen Kühe und Schweine, die sie haben müssen versorgt werden. Tim hilft seinen Eltern oft dabei.

Im Haus selbst lebt aber auch noch die schwarz weiße Katze Mimmie. Sie ist ein geselliges Tier und hat sogar eine Aufgabe. Mäuse fangen, die sich immer und immer wieder im Haus verkriechen und die Lebensmittel der Familie an nagen. Immer wieder erwischt Mimmie so eine Maus, die sie Tim als Dank, weil sie in der Familie leben darf vor die Füße legt.

Eines Tages trug es sich zu, dass Tims Eltern in die Stadt zum einkaufen fahren wollten. „Tim wir fahren in die Stadt. Möchtest Du mit kommen?“ sprach Tims Vater. „Nein, nein, fahrt ihr nur. Ich bleibe hier.“

Während Tim alleine im Haus war überlegte er was er nun anstellen sollte. Er ging in die Küche und setzte sich auf die Bank am Küchentisch, der unter dem Fenster stand. So konnte er hinaus schauen. Und während er seinen Blick über die Felder streifen lies bemerkte er, wie irgend etwas unscheinbares an ihm vorbei lief. Er sah nach, fand aber nichts. Eines wusste er aber. Mimmie konnte es nicht sein. Sie ist viel zu groß.

Er beschloss seine Hausaufgaben zu erledigen und machte sich auf den Weg in sein Zimmer um sein Schulzeug zu holen. Gemächlich lief er die Treppen hinauf, genau so auch wieder hinab und nahm wieder am Küchentisch Platz. Er breitete seine Schulsachen aus und fing an seine Aufgaben zu erledigen. Plötzlich horchte er auf. „Was ist das für ein rascheln?“ dachte er.
Links neben dem Tisch befanden sich die Küchenmöbel an der Wand, wo die Familie ihr Geschirr verstaut hatte, der Kühlschrank war und auch der Herd, wo sie ihr Essen kochten. Nur im Hängeschranke über der Spüle waren vereinzelt Essensvorräte verstaut. Tim öffnete alle Schränke, sah sogar in den Herd und den Kühlschrank. Doch er fand nichts.

„Hm, da hab ich mich sicher verhört“ sprach er leise und ging zurück zum Tisch um seine Hausaufgaben weiter zu erledigen. Ganz vertieft war er, so dass er nicht bemerkte, dass eine kleine Maus auf dem Küchentisch saß. Tim schaut auf und erschrak, als er die Maus sah. Die Maus war ebenso erschrocken und rannte davon. Er legte sein Schulzeug beiseite und rührte sich nicht mehr von der Stelle. „Vielleicht kommt sie ja wieder?“ murmelte er so leise, dass man es kaum hören konnte.

Schon raschelte es wieder. Tim blieb still sitzen und bewegte sich nicht mehr. Als er an den Vorratsschrank sah, der genau gegenüber vom Tisch stand, beobachtete er die Maus wie sie heraus krabbelte und eilig im Geschirrschrank verschwand. Ihm fiel auf, dass er zuvor die Schranktür nicht richtig verschlossen hatte. Er wollte schon aufstehen da entdeckte er eine zweite Maus. Diese saß auf dem Küchentisch und schnüffelte an seinem Schulzeug herum.

Vorsichtig versuchte Tim aufzustehen, ohne die Maus auf dem Tisch zu erschrecken. Leise schlich er zum Geschirrschrank öffnete die Tür erneut. Doch die Maus war weg.

„Was mach ich nun?“ überlegte Tim. „Ich werde die Maus auf dem Tisch mit Käse locken.“ Doch als er mit dem Käse zum Tisch kam, war auch die zweite Maus wieder verschwunden. Er aß also den Käse selbst. Und widmete sich erneut seinen Hausaufgaben.

Draußen vor dem Haus hielt ein Auto. Es waren Tims Eltern, die vom einkaufen zurück kamen. Tim rannte heraus und half den Eltern beim tragen der Einkäufe. „Nun Tim was hast du die ganze Zeit gemacht?“ wollte sein Vater wissen. „Hausaufgaben“ erwiderte Tim. Von den Mäusen die er gesehen hatte erzählte er nichts.

„Tim,“ sprach die Mutter. Wir werden heute am späten Nachmittag ins Kino gehen. Dein Vater und ich. Meinst Du das Du alt genug bist und es schaffst abends einmal alleine zu bleiben?“ „“Klar Mama, ich bin doch schon 11. Ich schaffe das auch mal alleine zu bleiben. Ich werde in mein Zimmer gehen und ein Buch lesen bis ihr wieder zu Hause seit“ Doch er hat natürlich ganz andere Pläne.

Das Schulzeug lag noch immer auf dem Küchentisch. Tim packte es zusammen und lief die Treppen hoch in sein Zimmer. Er schmiedete Pläne, wie er die Mäuse hervor locken könnte.

Am späten Nachmittag fuhren Tims Eltern ins Kino. Tim war also wieder allein zu Hause und lag zunächst im