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Das Leben kann auch unfair?

So ein Menschenleben ist voll mit Eindrücken, Erlebnissem. Dingen des Alltags, Kummer und manchmal auch Leid. Eben mit all dem was so ein Menschenleben aus macht.
Jeder geht mit seinem Menschenleben auf seine ganz eigene Art und Weise um. Und das ist auch gut so. Manchmal wird das Leben auch von Schicksalen begleitet, was so ein Menschenleben komplett aus der Bahn schmeißt. Auf komplett andere Bahnen lenkt.
Der Mensch ist ein „Rudeltier“. Gleich wohl es Menschen gibt, die lieber so für sich sind. Oft sind das aber Menschen, die vom Leben gezeichnet sind. Durch irgendwas. Sich lieber alleine durch boxen. Egal was kommt. Kämpfen eben. Frei nach dem Motto „Du schaffst das.“
Jeder kennt für sich Menschen, die er richtig gut leiden mag. Die seine Freunde sind, Familie auch. Freunde, sagt man, sind wichtig im Leben. Und dann gibts eben auch die anderen. Manche kannst Du Dir nicht aus suchen. Weil sie eben zu Deinem engsten Kreis gehören. Manchen streifen Deinen Weg und Du denkst. „Och nö. Das muss ich nun aber nicht haben.“

Manchmal ist so nen Leben auch unfair. Du bekommst was auf gepackt, was Du ein Leben lang nicht mehr los wirst. Dann gilts zu tun und zu machen. Weil aufgeben ja keine Lösung ist. Und Du tust und Du machst. Weils ja für Dich selbst auch viel erträglicher wird.

Und Du hast immer noch die im Gepäck, die sich zur Aufgabe gemacht haben, dich wie ne Marionette an Fäden zu halten. Frei nach dem Motto: „Na mach Du mal. Wo es lang geht bestimme aber ich.“ Und Du merkst plötzlich, das Dir das irgendwie gar nich so gut bekommt. So richtig nen Schalter zum einfach aus machen hat man nicht immer. Irgendwie versucht man ja auch aus allem irgendwas zu machen. Doch es geht nicht. Du verfängst Dich in den Stricken der andern und kippst um. Also läßt Du Dir helfen. Versuchst Dich aus den Stricken zu befreien. Was indirekt ja auch gelingt. Aber das Problem bleibt.

Manchmal kommt man in Situationen wo man denkt: „Na Stop mal, ich versuch das zwar zu verstehen, aber es ist verdammt noch mal nicht mein Problem.“ Der Moment quasi, wo Du Dich wie im falschen Film fühlst. Warum weißt am Ende nur Du selbst. Erfahrungen machen nicht nur schlau sondern auch verdammt wachsam und vorsichtig. Du merkst das es irgendwie keinen Sinn macht Mauer zu bauen, wenn andere die versuchen wieder auf zu reißen. Also schmiert man neu zu. In dem man sich aus so ner Situation auch mal raus zieht.

Ja und es gibt auch die Menschen, die nicht nur Dir selbst aufn Wecker gehen. Sondern auch anderen. Und Du merkst wieder, dass Du keinen Schalter hast. Um dies oder jenes einfach aus zu blenden. Nun kann man versuchen den andern aus zu knippsen. Aber nicht jeder kann das auch. Also Rückzug.

Und während Du über all das nach denkst wird Dir plötzlich eines klar.
Der der die Fäden in Deinem Leben ziehen will, der wird versuchen dies auch weiter zu tun.
Der der alles dafür getan hat, dass Du Mauern gebaut hast. Ja der wird sein Leben trotzdem nicht ändern. Nur Du selbst, wirst Dich wahrscheinlich weiter quälen, wenn jemand versucht Deine Mauer zu zerstören.
Und der, der sowieso nur eins kann. Anderen aufn Wecker gehen. Auch der wird nicht aufhören. Weil ers vielleicht auch gar nicht merkt.

Also wirst Du weiter laufen. Versuchen irgendwie mit all dem klar zu kommen, Dir notfalls auch helfen lassen. DU läufst am Ende einen endlosen Weg. Und wenn Du merkst es geht nicht mehr. Dann setzt Du eben zum Rückzug an. Und baust neue Mauern und gehst. Immer und immer wieder.
Ob das fair ist? Weiß ich nicht. Manches kann man ändern. Manches muss man ändern. Und manchmal, denk ich, viel zu oft bleibt man selber auf der Strecke dabei. Aber das Leben ist eben auch kein Ponyhof. Manchmal denk ich, lieber ein gebüst als auf der Strecke bleiben. Ein was Schönes hat das Ganze aber. Es geht immer irgendwie weiter. Weil es im Leben eben auch immer neue Wege gibt. Und die alten Wege auf Dauer immer blasser werden. Man muss eben nur los gehen.
Geschrieben: Gabi Pötsch 2019