Allein am Meer
Ich stehe vor Dir und keine Menschenseele ist zu sehen. Nur Du und ich.
Das Meer. Ich höre das Rauschen Deiner Wellen und das Geschrei der Möwen
über mir. Sonst nichts. Eine innere Ruhe macht sich breit, die ich
beginne zu genießen.
Während ich die
Weiten am Horizont betrachte, merke ich wie wichtig Du bist. Mit all
deinem Wasser, mit all Deinen Stürmen, die manchmal auf Dir toben.
Wellen schlagen aus. Und kommen an Land an. Wellen, die zeigen wie stark
Du doch sein kannst.
Ich genieße die Sonne und lege mich zu dir. Deine leichten Wellen umkreisen mich. Ich genieße auch das. Meine Ängste und Sorgen spülst Du einfach weg. Trägst sie hinaus. Weit weg von mir. Ich merke, wie ich mich immer freier fühle. Ich lasse mich von diesem Gedanken tragen und schaue auch in den blauen Himmel über mir.
Alles ist friedlich und entspannt, was mich belastet ist verflogen. Ich bin einfach nur Mensch. Sonst nix. Die Welt kann so schön sein, wenn man sie lässt. Und mit einem Mal verstehe ich, warum es einen Seemann immer wieder aufs Meer zieht.
Geschrieben: Gabi Pötsch 2019